 |
 |
|
 |
 |
|
|
 |
Was ist ein Therapiehund?
Therapiehunde
sind in der Regel Begleiter von Therapeuten, Betreuern oder Familienangehörigen. Sie werden gezielt in
therapiebegleitenden oder therapieunterstützenden Übungen zur Verbesserung des allgemeinbefindlichen Zustandes des Klienten eingesetzt.
Diese Übungen können sehr zielorientiert zur gesundheitlichen Rehabilitation entwickelt werden oder auf das körperliche und geistige Wohlbefinden hinarbeiten.
Die bloße Anwesenheit des Tieres oder der reine Kontakt zu einem Hund können durchaus eine gewisse therapeutische Wirkung erzielen
Der Einsatz des Therapiehundes geht jedoch noch einen Schritt weiter. Der gezielte, konzeptionelle Einsatz durch einen geschulten Therapiehundeführer, im Idealfall durch einen Therapeuten oder aber auch durch ein Familienmitglied, kann längerfristig und anhaltend eine gesundheitliche Verbesserung erzielen.
Die Qualitäten des Therapiehundes sind seine absolut freudige Zuwendung zum Menschen
... ein ausgezeichnetes Sozialverhalten, hohe Kooperationsbereitschaft und sein geduldiges Wesen. Je nach Einsatzgebiet und Aufgabenstellung kann ein Therapiehund auch über Assistenzleistungen
verfügen, z.B. das Suchen,
Aufsammeln und Bringen von Gegenständen, das Betätigen von Schaltern und Knöpfen, das Öffnen von Türen oder Reißverschlüssen etc. Im Gegensatz zum Behindertenbegleithund wird der Therapiehund jedoch nicht von dem Klienten geführt. Er wird immer von einer dritten Person, wie bereits ausgeführt, eingesetzt.
Was bewirkt ein Therapiehund?
Die Anwesenheit und der Einsatz des Therapiehundes fördert ganz unterschiedliche Bereiche:
Sensitive Stimulans:
das Fell fühlen, den Atem auf der Haut spüren, das Herz schlagen fühlen/hören, die Bewegungen fühlen, den Hund riechen usw.
Motorische Stimulans:
das Hundefell streicheln, den Hund ertasten, sich zum Hund hinbewegen, mit ihm spazieren (kleine Schritte oder lange Spaziergänge), Spielzeug/Bälle werfen, greifen, koordinieren
Kognitive Stimulans:
Förderung des Sehvermögens (was macht der Hund gerade, wie sieht er aus, spielt er vielleicht), Augenkontakt herstellen, Wahrnehmung der Umgebung
Soziale Stimulans:
Aufhebung von Einsamkeitsgefühlen, die während eingeschränkter Mobilität entstehen können, Erleichterung von Kontaktmöglichkeiten zur Außenwelt über den Hund
Sprachliche Stimulans:
Motivation zu Lautäußerungen, deutliches Sprechen (Anweisungen für den Hund, wie Sitz, Platz, Komm), Zwiegespräch mit dem Hund
Psychische Stimulans:
Der Hund hat keine Erwartungshaltung, er ist immer geduldig und liebevoll, er ist Ansprechpartner und Vertrauter, er fördert das Selbstvertrauen („er mag mich“ oder „er gehorcht mir“)
Wo arbeitet ein Therapiehund?
In der Familie/der familiären Pflege, Alten- und
Pflegeheimen,
Psychotherapie, Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie, Reha-Maßnahmen,
Herz-/Kreislaufförderung, Sozialarbeit, Kinder- und Jugendlichenförderung, Arbeit mit körperlich/geistig Behinderten und vieles mehr
Wozu muss ein Hund zum Therapiehund ausgebildet werden?
Der Hundeführer kann sich während des Einsatzes auf die Qualitäten desTherapiehundes
verlassen.
Vom Welpenalter an, wird der Therapiehund für seine spätere Aufgabe vorbereitet, seine Fähigkeiten werden gefördert, der Kontakt zum Menschen positiv verstärkt und die Verlässlichkeit seiner Fähigkeiten und Leistungen überprüft.
Ein Therapiehund wird während seiner Ausbildung und später während der Arbeit mit den „Bürden der menschlichen Seele“ konfrontiert und muß lernen, mit diesem emotionalen Druck umzugehend. Therapiehunde treffen während ihrer Arbeit auf Menschen, die aufgrund von Unfällen, Erkrankungen oder schweren Schicksalsschlägen traumatisiert, emotional unausgeglichen oder belastet sind.
Hunde können auf solch einen Druck der Seele mit den unterschiedlichsten Verhaltensweisen reagieren:
Erbrechen, pinkeln, hecheln oder winseln, Unruhe, Durchfall,
knurren, bellen,
Verhaltensänderungen u.v.m. Nur durch die
umsichtige, verstehende, vorrauschauende Ausbildung
können
Therapiehunde diese Arbeit zuverlässig,
glücklich und für sie
schadlos leisten.
.
|
|
|
 |
|
|
|